Schlagwort: Digitalisierung

BDU-Positionspapier: Selbstorganisation in Unternehmen ist Sache von Chefin oder Chef.

Heutzutage müssen Unternehmen auf neue Herausforderungen zunehmend schneller reagieren und dabei eine wachsende Komplexität effektiv verarbeiten. Immer dringlicher stellt sich dabei in vielen Betrieben die Frage, ob die tradierten und meist hierarchisch aufgebauten Organisationsformen noch den richtigen Rahmen für die geforderte Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit bilden.

In einem Positionspapier „Entscheidung zur Selbstorganisation ist Sache von Chefin und Chef“ haben die auf Veränderungsprozesse spezialisierten Unternehmensberaterinnen und -berater des Bundesverbands deutscher Unternehmensberater (BDU e. V.) die entscheidenden Erfolgsfaktoren für deren Einführung und Etablierung zusammengestellt.

Andrea Maurer-Schlangen, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbandes Change Management: „Die Entscheidung zur Selbstorganisation in Unternehmen ist nach unserem Verständnis zuallererst einmal Sache der Chefin oder des Chefs. Denn: Das Ermöglichen von mehr Eigeninitiative und Verantwortungsübernahmen durch die Mitarbeitenden erfordert einen gezielten Organisationsentwicklungsprozess. Das muss in der Unternehmensführung gewollt und aktiv gefördert werden.“

Stolpersteine auf dem Weg zu mehr Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme vermeiden

Das vierseitige Positionspapier skizziert die in der Beratungspraxis am häufigsten anzutreffenden Spannungsfelder und die wesentlichen Prinzipien für eine gelingende Selbstorganisation. Elf Empfehlungen, wie sich Stolpersteine bei der Umsetzung am besten vermeiden lassen, runden den kleinen Wegweiser der BDU-Beratenden ab:

  1. Mit Bereichen und Teams in der Organisation beginnen, die wollen!
  2. Am Anfang die Change-Story klären!
  3. Einen geeigneten Rahmen für Selbstorganisation schaffen!
  4. Die Ausgangssituation reflektieren und berücksichtigen!
  5. Agilität und Selbstorganisation zum Mindset-Thema aller Beteiligten machen!
  6. Genügend Zeit für Schulungen und Befähigungen einplanen!
  7. Aufgaben und Rollen für wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten!
  8. Schritt für Schritt vorgehen und als Führung präsent sein!
  9. Die Entwicklung zur Selbstorganisation als Veränderungsprozess verstehen und gestalten!
  10. Verstehen und berücksichtigen, dass Führung anspruchsvoller wird und sich an die veränderten Anforderungen anpassen muss!
  11. Die Einführung selbstorganisierter Unternehmenseinheiten setzt Zeit zum Üben und Geduld voraus!

Hier finden Sie das gesamte Positionspapier zum kostenlosen Download!

Wir bedanken uns bei allen beteiligten  Mitgliedern des Fachverbands Change Managment für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Positionspapieres, insbesondere bei:

Dirk Feid
Hans-Werner Bormann
Andrea Maurer-Schlangen
Walter Nelhiebel
Eva Langner

Digitalisierung im öffentlichen Sektor.

Die Digitalisierung betrifft mittlerweile all unsere Lebensbereiche und schafft immense Chancen zur Effizienzsteigerung, nicht nur in der Wirtschaft. Aus diesem Grund hat der Bund auch verschiedene Initiativen beschlossen, die zum Fortschritt der Digitalisierung beitragen sollen:

  • Das Onlinezugangsgesetz (OZG) beispielsweise ist ein Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen, das Bund, Länder und Kommunen dazu verpflichtet, bis Ende 2022 ihre Leistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten.
  • Das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) dagegen fördert die Digitalisierung der Krankenhäuser mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Milliarden Euro und soll zur IT-Sicherheit und einer modernen Patientenverwaltung beitragen.

Alte und neue Herausforderungen treffen aufeinander.

Beide Programme bieten enorme Chancen für eine moderne und zukunftsorientiere Aufstellung in der Verwaltung, beziehungsweise im Gesundheitswesen. Sie bergen jedoch auch massive Herausforderungen.

Neben dem zusätzlichen bürokratischen Aufwand, der interne Kapazitäten bindet, tun Zeit- und Kostendruck sowie Personalengpässe ihr Übriges, um die korrekte und fristgerechte Umsetzung der Gesetze zu einer Mammutaufgabe zu machen – insbesondere in schwerfälligen und komplex gewachsenen Institutionen. Diese haben zudem bereits, auch ohne die Mehrbelastung der gesetzlichen Vorgaben, mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen, wie am Beispiel der Kommunen erläutert (siehe nachfolgende Grafik):

Die digitale Transformation braucht professionelles Change Management.

Hier zeigt sich erneut, dass die digitale Transformation weit mehr als die technischen Abläufe in den Organisationen betrifft und Change Management Kompetenz gefragt ist. Denn der Einsatz von professionellem Change Management:

  • schont interne Ressourcen – da die Mitarbeitenden ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können
  • vermeidet Verzögerungen – die oft aus fehlerhafter Planung und internen Konflikten entstehen
  • sorgt dafür, dass Kompetenzen effizient genutzt werden – statt mühsam nach Trial-and-Error-Methode zu arbeiten, weil die notwendige Expertise gar nicht in der eigenen Organisation vorhanden ist
  • vermeidet blinde Flecken – durch einen objektiven Blick von außen
  • erzeugt Nachhaltigkeit der Veränderung – denn diese ist nur dann erfolgreich, wenn sie auch langfristig implementiert wird und funktioniert

Den Herausforderungen kann nur dann adäquat begegnet werden, wenn sie mitgedacht werden und die Digitalisierungsmaßnahmen als organisationale Veränderungsvorhaben gesehen werden, die alle Bereiche der Organisation betreffen.

Unsere Leistungen:

Beratung Onlinezugangsgesetz

Gerne besprechen wir mit Ihnen Ihre ganz individuellen Herausforderungen und stellen Ihnen unsere Vorgehensweisen näher vor. Kontaktieren Sie uns!

NEWSLINE 64: Mehr Effizienz durch Digitalisierung.

Bürokratie, lange Entscheidungswege sowie ineffziente Prozesse kosten Zeit, und Zeit ist bekanntlich Geld. Von diesen Problemen ist nicht nur die Wirtschaft, sondern insbesondere der öffentliche Sektor betroffen. Die Mühlen mahlen bekanntlich langsamer. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen sind komplex und Veränderungen werden nur schwerfällig in Gang gebracht. Das Zauberwort zur Lösung soll „Digitalisierung lauten“ und als vermeintliches Allheilmittel auf allen Ebenen Abhilfe schaffen.

So will es der Bund für die öffentlichen Institutionen und hat verschiedene Gesetze auf den Weg gebracht, die die Digitalisierung in Verwaltungen (OZG) und im Gesundheitswesen (KHZG) vorantreiben sollen. Doch Digitalisierung allein ist noch kein Zaubermittel. Denn technologischer Fortschritt bedeutet immer auch eine massive Veränderung für die gesamte Organisation.

Das Bewusstsein dafür ist in der freien Wirtschaft bereits stärker ausgeprägt, als das in den öffentlichen Institutionen der Fall ist. Denn Digitalisierungsvorhaben sollten immer auch als organisationale Veränderungsvorhaben angesehen werden, die eine entsprechende Kompetenz erfordern.

  • Wie der Wandel trotz der vielen Herausforderungen im öffentlichen Sektor erfolgreich gelingen kann, und was es zu beachten gilt, lesen Sie auf Seite 2 der NEWSLINE.
  • Außerdem in dieser Ausgabe: Return on Investment von Change Management – warum sich der Einsatz lohnt. Wir gehen der Frage nach, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um den RoI zu berechnen, also die Messung der Rendite des Einsatzes von professionellem Change Management.
  • Wie das Bewusstsein für Change gesteigert werden kann, lesen Sie in unserem Artikel „Change lernen und leben“ (Seite 4), der die verschiedenen Weiterbildungsangebote unserer Schwestergesellschaft, der Change Akademie GmbH, vorstellt.

Hier können Sie die NEWSLINE-64 kostenfrei herunterladen (PDF Download).

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