Wie Abfall zu Strom wird.

24.07.2013

Beim Besuch des Müllheizkraftwerks (MHKW) in der Ludwigshafener Industriestraße konnte das processline-Team mit eigenen Augen sehen, wie die Abfälle der Stadt und umliegender Gemeinden in Energie umgewandelt werden.

Das MHKW wird von der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH betrieben, in der neun Pfälzer Städte und Gemeinden ihre abfallwirtschaftlichen Aktivitäten bündeln.

Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1967 wurde das Heizkraftwerk mehrfach erweitert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Insgesamt werden pro Jahr 200.000t Müll verbrannt, dabei entstehen als Reststoffe etwa 60.000t Schlacke und 7.500t Filterstäube. Diese werden großteils dem Stoffkreislauf wieder zugeführt, z.B. als Zuschlagsstoffe für den Straßenbau.

Mit der Verbrennung der Abfälle wird Hochdruckdampf erzeugt, aus dem dann die TWL AG im benachbarten Turbinenhaus Fernwärme und elektrischen Strom für die Stadt Ludwigshafen produziert. Die maximale Leistung beträgt 33 MW elektrisch sowie 70 MW Fernwärme.

Besonders beeindruckt waren die processliner von der anschließenden Besichtigung der hochmodernen, zentralen Leitwarte. Von hier aus steuert die TWL nicht nur das MHKW, sondern überwacht für das gesamte Netzgebiet die Strom-, Wasser- und Gasnetze. Die Beseitigung von auftretenden Störungen wird ebenfalls von hier aus koordiniert – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.

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