Skip to main content

Schlagwort: Gesundheitswesen

Podcast ZEQ x processline – Transformationskompass

Wie gelingt es, große Veränderungsprojekte in Krankenhäusern erfolgreich umzusetzen? Und dabei sowohl die Qualität der Patientenversorgung als auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu stärken? Darüber sprechen wir in unserem neuen Podcast mit unseren Partnern von ZEQ:

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

ZEQ ist eine führende Unternehmensberatung für Krankenhäuser, Psychiatrien und Rehakliniken. Über 600 Kliniken vertrauen bereits auf ihre Expertise. In der neuen gemeinsamen Podcastfolge von ZEQ und processline diskutieren Max Korff und Holger Lehmann, was erfolgreiche Telemedizinprojekte ausmacht: klare Ziele, strategische Einbettung, durchdachte Prozesse, passende IT‑Partner sowie konsequentes Change Management.

In unserer Partnerschaft kombinieren wir unsere Kompetenzen, um Gesundheitseinrichtungen ganzheitlich zu beraten. Dabei profitieren die Vorhaben sowohl von der Branchenkompetenz von ZEQ als auch von unserer Erfahrung in der Planung und aktiven Begleitung organisationaler Veränderungsprozesse.

Das Ergebnis: Ganzheitliche Lösungen, die wirken – praxisnah, umsetzbar und nachhaltig.
Im Podcast geben wir exklusive Einblicke hinter die Kulissen unserer Zusammenarbeit und geben Entscheidern handfeste Unterstützung für ihre Transformationsprojekte an die Hand!


Laden Sie Ihren Leitfaden für den erfolgreichen Transformationsstart im Krankenhaus herunter

Füllen Sie das unten stehende Formular aus und erhalten Sie Zugang zum Dokument.

So nutzen Sie den Fragenkatalog

Vor dem Kick-off:
Teil A – Strategische Einordnung (Rolle in der Versorgungsregion, KHVVG-Auswirkungen, Governance, Kommunikation, Förderung).

In der 1. Lenkungskreis-Sitzung:
Teil B – 20 Leitfragen für Ziele, Entscheidungsmechanik, Reporting, Ressourcen.

Ergebnis:
Gemeinsames Verständnis, klare Leitplanken, dokumentierte Entscheidungen – das Vorhaben nimmt Fahrt auf.

    „Sie sind der Chef, sorgen Sie mal dafür, dass…“ – Wenn informelle Probleme strukturell adressiert werden müssen

    „Sie sind der Chef, sorgen Sie mal dafür, dass …“ – ein Satz, der Verantwortung zuweist, aber selten echte Lösungen bringt.

    Die Ausgangslage: Papierberge und Prozesslücken

    In einem Krankenhaus wurde ich beauftragt, Interviews durchzuführen, um herauszufinden, wie viel papierbasierte Dokumentation im Rahmen der Behandlung noch anfällt. Ziel war es, Wege zu finden, den Papieranteil zu reduzieren. Denn Papierakten, die über Jahrzehnte aufbewahrt werden müssen, verursachen nicht nur Platzbedarf, sondern auch erhebliche Kosten.

    Im Zuge der Interviews zeigte sich ein unerwartetes, aber deutlich spürbares Thema: die Arztbriefschreibung. Obwohl klar geregelt, wurden Briefe oft am eigentlichen Prozess vorbei erstellt oder nicht korrekt fertiggestellt. Die Folgen waren teils gravierend: verspätete Versendungen, mangelnde Qualität, zu lange Durchlaufzeiten.

    Zwischen Auftragsgrenze und Verantwortung

    Auf den ersten Blick fiel dieses Thema nicht in den eigentlichen Projektauftrag. Doch als systemischer Berater stelle ich mir dann die entscheidende Frage: Kann man es trotzdem ignorieren? Die Antwort lautete in diesem Fall ganz klar nein. Denn der unstrukturierte Prozess hatte direkte Auswirkungen auf das übergeordnete Ziel der Digitalisierung.

    Ich entschied mich, das Thema mit meinem Auftraggeber zu besprechen. Gemeinsam kamen wir zum Schluss, dass die Verantwortlichen eingebunden werden müssen. Nicht im Sinne eines „Fingerzeigs“, sondern als konstruktiver Schritt zur Verbesserung.

    Dialog statt Schuldzuweisung

    Gemeinsam mit dem Auftraggeber wurde die Situation schriftlich aufbereitet. Die betreffende Führungskraft erhielt die Unterlagen mit dem Vorschlag, in einem gemeinsamen Gespräch Fragen zu klären, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und konkrete nächste Schritte zu vereinbaren.

    Vor dem Gespräch äußerte mein Auftraggeber Bedenken. Die Erfahrung mit ähnlichen Situationen war bisher frustrierend: Rückzug, Vermeidung, kaum echte Auseinandersetzung. Meine Rolle in dem Gespräch war klar. Ich sollte die Situation sachlich schildern und ein lösungsorientiertes Vorgehen vorschlagen, ohne die Verantwortung abzuschieben.

    Das Ergebnis: Konstruktive Klarheit statt Konfrontation

    Entgegen der Erwartung verlief das Gespräch in einer angenehmen, offenen Atmosphäre. Die Führungskraft zeigte sich ansprechbar, nachvollziehbar interessiert und stimmte dem skizzierten Vorgehen zu. Mein Auftraggeber war sichtlich überrascht. Bisher war so ein Ergebnis intern kaum vorstellbar gewesen.
    Es zeigte sich erneut, wie wichtig eine gute Vorbereitung, ein klarer Rahmen und ein dialogorientierter Ansatz sind. Statt „Sie sind der Chef, sorgen Sie mal dafür, dass …“ wurde Verantwortung konstruktiv übernommen.

    ————————————————-

    Über diese Kolumne
    In unserer Reihe „Aus dem Leben eines Beraters“ geben unsere Beratenden persönliche Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Sie schildern konkrete Situationen, Herausforderungen und Erfahrungen aus Projekten – und zeigen, wie sie diese im Sinne unserer Kunden gemeistert haben.

    👉 Zum Beraterprofil von Thomas Ziemer

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von OpenStreetMap. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen