Schlagwort: Change-Management

Prozessmanagement als Trojaner für Veränderung.

Warum Change Management und Prozessmanagement ineinandergreifen.

„Wir finden einfach keine guten Leute mehr“ oder „wir würden ja gerne mehr Aufträge umsetzen, aber es fehlt das Personal“. So oder so ähnlich klingen viele Unterhaltungen, die wir aktuell mit unseren Kunden führen. War der Fachkräftemangel schon vor der Corona-Pandemie ein drängendes Problem, so entwickelt er sich nun zur waschechten Krise für zahlreiche Unternehmen.

Kurzarbeit und betriebsbedingte Kündigungen haben die ohnehin schon dünne Personaldecke noch weiter schwinden lassen. Und genau das wird nach der herausfordernden wirtschaftlichen Lage der vergangenen zwei Jahre für viele Organisationen zum Verhängnis. Für die, die diese Zeit überstanden haben, wäre nun die Zeit des Aufschwungs gekommen – es fehlt jedoch das Personal dafür.

Ein Grund mehr, sich die Prozesse im Unternehmen anzuschauen und die Frage zu stellen, wie eine Organisation effizienter werden kann, auch ohne mehr Personal. Hierin liegt ein enormes Potenzial: Je reibungsloser die Prozesse ablaufen, umso effizienter sind sie und umso weniger Anstrengungen und Zeit braucht es von Seiten der Mitarbeitenden, um ihre Aufgaben zu erledigen.

Es sollten daher folgende Fragen gestellt werden:

/ Haben wir den Automatisierungsgrad, den wir haben könnten?

/ Welche Prozesse sind für unseren Erfolg essenziell und wie können wir diese optimal gestalten?

/ Tun wir das Richtige richtig?

/ Tun wir das Gleiche gleich?

/ Macht es Sinn, was wir tun?

Hierfür ist ein Herauslösen aus dem Arbeitsalltag und ein Perspektivwechsel durch eine externe Moderation enorm wichtig, ebenso wie die notwendige Change Kompetenz. Denn die Optimierung von Prozessen ist eine weitreichende Veränderung in der Organisation und somit ein Change. Rollen, Zuständigkeiten und Abläufe ändern sich. Das erfordert Akzeptanz und eine nachhaltige Verankerung in der Belegschaft.

Dieser Aspekt wird häufig vernachlässigt und Prozessmanagement und Change Management nicht als Einheit gesehen. Somit wird die Prozessoptimierung zum trojanischen Pferd für Change.

 

Raum für Veränderung durch Prozessorientierung.

Interview mit Andrea Maurer-Schlangen, Expertin für Büro-Konzeption & Change Management.

Andrea Maurer-Schlangen ist Mitglied im Vorstand des Fachverbands Change Management des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen (BDU e.V.) und Expertin für New Work-Konzepte und Change Management. Mit ihrem Unternehmen, der CMMaurer GmbH, schafft sie Raum für Veränderung und organisatorische Entwicklung durch maßgeschneiderte Arbeitsumfelder für hybride Zusammenarbeit.

Mit ihrer speziell unter den Aspekten von New Work konzipierten Premium Location „Thiiird Place“ bietet sie zudem Räumlichkeiten für Seminare, Workshops und Meetings, die kreative Methoden sowie agile Arbeitsweisen fördern. Im Interview berichtet die Change-Expertin darüber, wie durchdachte Raumkonzepte auf die optimalen Prozesse im Unternehmen einzahlen und wie man Mitarbeitende auch in Zeiten mobilen Arbeitens für das physische Büro begeistern kann.

Frau Maurer-Schlangen, Sie sind ursprünglich Architektin. Was hat Sie bewogen, heute Organisationen in Change-Prozessen zu begleiten und wo liegen dabei Ihre Schwerpunkte?

Ich habe angefangen als Architektin zu arbeiten und gemerkt, dass es letztendlich immer um den Menschen geht. Dieser menschenzentrierte Ansatz bedeutet, dass ich besser verstehen kann, wie Gruppen, Teams und Organisationen insgesamt funktionieren.

Die Schwerpunkte liegen darin, in Unternehmen einen Prozess zu gestalten, wenn sich ihre Arbeitsweisen verändern. Zum Beispiel haben in der pandemischen Zeit vielerorts mobile Arbeitsmodelle Einzug gehalten. Damit haben sich die Aufgaben des physischen Umfelds und auch das Zusammenspiel zwischen virtueller, analoger und hybrider Zusammenarbeit verändert. An dem Punkt setzen wir an: Wir schauen uns die Prozesse genau an, sodass alle Investitionen sinnvoll und vor allem zukunftsweisend getätigt werden.

Wie hat die Raumgestaltung Einfluss auf Produktivität und Kreativität der Mitarbeitenden?

Das kann man sich vorstellen wie eine gute Küche. Im Idealfall habe ich eine Küche, die supergut ausgestattet ist: Jedes Gerät ist an der richtigen Stelle und die Abläufe funktionieren hervorragend, weil alles sinnvoll aufgeteilt ist. Das Messer ist beispielsweise immer an derselben Stelle in der Schublade, wenn ich es brauche.

Genauso verhält es sich im Büro: Gute Orientierung ist die Basis für funktionierende Abläufe. Die Aufteilung der Flächen sollte entsprechend der Arbeitsprozesse gestaltet sein. Alles, was laut ist, wie zum Beispiel Kollaborationsflächen, sollten getrennt sein von Arbeiten, die Rückzug erfordern.

Wie funktionieren Bürokonzepte überhaupt noch in Zeiten der hybriden Arbeitsmodelle?

Nehmen wir die aktuelle Situation: Man entscheidet sich für ein mobiles Arbeitskonzept – 60/40 ist eine bekannte Quote. Warum kommen dann Mitarbeitende überhaupt noch ins Büro? Welche Tätigkeiten erledigen sie dort? Und was macht man im Homeoffice? Und am Ende: Wer entscheidet das überhaupt? Dafür muss es eine gute Antwort geben, sodass Wohlfühlen und Produktivität in einem guten Gleichgewicht bleiben. Eine präzise unternehmensspezifische Antwort darauf, warum ich für meinen Job, für mein Team, heute ins Büro komme und morgen im Homeoffice arbeite, ist erfolgsrelevant für die Umsetzung hybrider Arbeitsstrukturen.

Thiiird Place

Wir sind davon überzeugt, die Zukunft ist hybrid und je digitaler unser Arbeitsumfeld wird, desto wichtiger wird das physische Büro. Es geht darum, sinnvolle und richtige Unterstützung des physischen Arbeitsumfelds zum Gesamtkontext des Unternehmens zu geben. Ist es nur die Replikation dessen, was im Homeoffice möglich ist, gibt es tatsächlich keine Gründe mehr, ins Büro zu kommen.

Wir wissen aus Studien, es geht vor allem um Austausch und Zusammenarbeit. Für eine gute Bindung mit dem Arbeitgeber (Employer Branding) braucht es die Bestätigung: In dem Laden bin ich richtig aufgehoben. Das ist mein Team. Wenn sich diese Bestätigung nicht einstellt, weil die anderen an dem Tag nicht da sind oder alle im Einzelbüro sitzen, kann ich auch zu Hause bleiben. Demotivation und Wechselbereitschaft sind die Folgen. Dann könnte es auch passieren, dass ich eine 60/40 Regelung nicht mehr für richtig erachte, sondern lieber gleich 100 % mobil arbeiten möchte. Also lautet die wichtigste Frage: Warum kommen die Mitarbeitenden zukünftig ins Büro? Was muss ich als Arbeitgeber dort anbieten für Wohlbefinden und Produktivität, damit sich der Weg lohnt?

Wie können Prozesse in Unternehmen durch optimale Raumkonzepte unterstützt werden?

Ich war gerade kürzlich bei einem Kunden. Die sitzen in einem großartigen Gebäude, mitten in Frankfurt mit Skyline-Blick. Aufzug, Parkplätze, Müsli, Kaffee, Wasser, alles ist da. Trotzdem funktioniert es nicht gut. Es gibt zwar für alles ein Angebot, aber nicht an der richtigen Stelle und nicht im richtigen Maß. Das Konzept spiegelt nicht die Prozesse dieses Unternehmens.

Orte für Socializing sollten bewusst eingeplant werden.

Deswegen zurück zu Ihrer Eingangsfrage. Warum ist es nicht nur wichtig, Architektin zu sein, sondern auch ein Organisationsverständnis zu haben? Weil wir erst einmal verstehen wollen und die richtigen Fragen stellen müssen. Wie arbeiten Sie eigentlich? Was ist das Spezifische Ihrer Arbeit? Wie werden Sie wirksam und erfolgreich? Wenn das beantwortet ist, können wir das in den Raum übersetzen. Aber eben nur dann.

Stellen Sie sich vor, ich komme morgens dort an, wo es Kaffee und Wasser gibt. Da treffen sich auch gleich die anderen Mitarbeitenden. Da weiß jeder sofort, wer da ist. Es findet ein erstes Socializing statt, ein erstes Verankern mit der Kultur im Unternehmen.

Das ist die beste Voraussetzung, um dann auch einen guten Tag zu haben. Wenn aber die Theke irgendwo am Ende, mitten auf der Fläche ist, dann fühlen sich alle gestört und es findet genau das nicht statt. Es braucht daher eine genaue Sortierung und gute Anordnung der einzelnen Nutzungsangebote. Wir brauchen die richtigen Antworten im physischen Büro, um die zukunftsweisenden Aufgaben, die ein Unternehmen erfüllen muss, zu bewerkstelligen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter
www.cmmaurer.de
www.thiiirdplace.de

SAP S/4HANA-Transformationsprojekt mit Change Management erfolgreich umsetzen.

Wir freuen uns zu verkünden, dass unsere Schwestergesellschaft, die Change Akademie, zusammen mit der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe) erneut das gefragte Online-Seminar: “Transformationsprojekte erfolgreich umsetzen – Proaktives Change Management in S/4HANA Projekten” anbietet!

Das Ziel der Partnerschaft: Der Aufbau von fundiertem Wissen im Change Management zur erfolgreichen Umsetzung von S/4HANA Transformationsprojekten.

Warum benötigen Sie Change Management für eine erfolgreiche S/4HANA Einführung?

Die Einführung von SAP S/4HANA ist nicht nur ein technisches System-Upgrade, sondern vielmehr ein Wandel für die gesamte Organisation. Weil diese Herausforderung oft nur unzureichend einkalkuliert wird, müssen viele Projekte spürbar nachjustiert werden oder scheitern gar ganz. Es müssen neue Rollen und Verantwortlichkeiten eingeführt, den Beteiligten die Angst vor dem Neuen genommen, und Produktivitätsverluste minimiert werden.

Lernen Sie im Online Seminar der DSAG-Academy unter anderem:

  • was Change Management alles umfasst, auf welchem fundamentalen Ansatz es basiert und warum es im Rahmen eines Transformationsprojekts zu S/4HANA eine wichtige Rolle spielt.
  • wichtige Methodiken und erhalten einen konkreten Fahrplan, wo und wie es im Rahmen der Einführung von S/4HANA eingesetzt werden kann, um die Veränderung erfolgreich umzusetzen.
  • die häufigsten Roadblocks, warum Veränderungsprozesse scheitern und wie mit diesen umgegangen wird.

Steigern Sie mit der Umsetzung der Management-Methodiken nachweislich die Chance einer erfolgreichen Einführung von S/4HANA. Sie benötigen keine Vorkenntnisse. Das Seminar richtet sich an alle die an der Planung für eine S/4HANA-Umstellung beteiligt sind.

Veranstaltungszeitraum ist der 09. bis 13.05.2022, jeweils von 08:30 bis 12:30 Uhr.

Eine Anmeldung ist über das DSAGNet möglich. Sollten Sie kein Benutzerkonto für das DSAGNet besitzen, kann dieses hier unkompliziert beantragt werden. Alle weiterführenden Informationen zu den Seminarinhalten finden Sie auch auf der Website der Change Akademie!

 

 

 

NEWSLINE 65: Superpower Change-Kompetenz.

“Nichts ist so beständig wie der Wandel“ wusste schon der griechische Philosoph Heraklit ca. 500 vor Christus. Und doch bewahrheitet sich diese Einsicht immer wieder aufs Neue, auch im Jahr 2022. Heute sind die Veränderungszyklen jedoch zunehmend kürzer und die Entwicklungen disruptiver. Ob technologischer Wandel, die fortschreitende Globalisierung, Generationenwandel oder die rasante Zunahme an Informationen – die Veränderungen vollziehen sich mit enormer Geschwindigkeit und haben einen massiven Einfluss auf unseren Alltag und damit auch auf die Wirtschaft.

Die Corona-Pandemie hat eine ganz eigene Dynamik mit sich gebracht und Herausforderungen geschaffen, die den ohnehin schon bestehenden Veränderungsdruck auf die Unternehmen noch einmal enorm intensiviert haben. Doch nicht nur die Veränderungen nehmen zu – auch unsere Kompetenz damit umzugehen, steigert sich.

Viele Unternehmen haben erkannt, dass Change-Kompetenz ein integraler Bestandteil der Erfolgsstrategie ist. Es ist nicht diese oder jene Herausforderung, die es nur zu überwinden gilt – sondern die Fähigkeit professionell mit sich stets im Wandel befndenden Rahmenbedingungen umzugehen – die letztendlich erfolgreiche Unternehmen ausmacht.

Das Bewusstsein für die Bedeutung von Change-Kompetenz zu steigern, ist für uns tägliche Mission. Dafür steht processline auf allen Ebenen:

  • Persönlich: Im Einsatz für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen – processline-Geschäftsführerin Jennifer Reckow kandidiert für die IHK-Pfalz Vollversammlung. (Seite 2)
  • In der Vermittlung von Wissen: Lesen Sie warum Change-Kompetenz Ihr S/4HANA Transformationsprojekt erfolgreich macht. (Seite 3)
  • Für unsere Kunden: Langjährige Kompetenz in Change- & Transformationsvorhaben – processline wurde zum 7. Mal in Folge als Beste Berater ausgezeichnet sowie als Top-Berater, Top-Arbeitgeber & Top-Company 2022! (Seite 4)

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Hier können Sie die NEWSLINE-65 kostenfrei herunterladen (PDF Download).

BDU-Positionspapier: Selbstorganisation in Unternehmen ist Sache von Chefin oder Chef.

Heutzutage müssen Unternehmen auf neue Herausforderungen zunehmend schneller reagieren und dabei eine wachsende Komplexität effektiv verarbeiten. Immer dringlicher stellt sich dabei in vielen Betrieben die Frage, ob die tradierten und meist hierarchisch aufgebauten Organisationsformen noch den richtigen Rahmen für die geforderte Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit bilden.

In einem Positionspapier „Entscheidung zur Selbstorganisation ist Sache von Chefin und Chef“ haben die auf Veränderungsprozesse spezialisierten Unternehmensberaterinnen und -berater des Bundesverbands deutscher Unternehmensberater (BDU e. V.) die entscheidenden Erfolgsfaktoren für deren Einführung und Etablierung zusammengestellt.

Andrea Maurer-Schlangen, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbandes Change Management: „Die Entscheidung zur Selbstorganisation in Unternehmen ist nach unserem Verständnis zuallererst einmal Sache der Chefin oder des Chefs. Denn: Das Ermöglichen von mehr Eigeninitiative und Verantwortungsübernahmen durch die Mitarbeitenden erfordert einen gezielten Organisationsentwicklungsprozess. Das muss in der Unternehmensführung gewollt und aktiv gefördert werden.“

Stolpersteine auf dem Weg zu mehr Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme vermeiden

Das vierseitige Positionspapier skizziert die in der Beratungspraxis am häufigsten anzutreffenden Spannungsfelder und die wesentlichen Prinzipien für eine gelingende Selbstorganisation. Elf Empfehlungen, wie sich Stolpersteine bei der Umsetzung am besten vermeiden lassen, runden den kleinen Wegweiser der BDU-Beratenden ab:

  1. Mit Bereichen und Teams in der Organisation beginnen, die wollen!
  2. Am Anfang die Change-Story klären!
  3. Einen geeigneten Rahmen für Selbstorganisation schaffen!
  4. Die Ausgangssituation reflektieren und berücksichtigen!
  5. Agilität und Selbstorganisation zum Mindset-Thema aller Beteiligten machen!
  6. Genügend Zeit für Schulungen und Befähigungen einplanen!
  7. Aufgaben und Rollen für wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten!
  8. Schritt für Schritt vorgehen und als Führung präsent sein!
  9. Die Entwicklung zur Selbstorganisation als Veränderungsprozess verstehen und gestalten!
  10. Verstehen und berücksichtigen, dass Führung anspruchsvoller wird und sich an die veränderten Anforderungen anpassen muss!
  11. Die Einführung selbstorganisierter Unternehmenseinheiten setzt Zeit zum Üben und Geduld voraus!

Hier finden Sie das gesamte Positionspapier zum kostenlosen Download!

Wir bedanken uns bei allen beteiligten  Mitgliedern des Fachverbands Change Managment für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Positionspapieres, insbesondere bei:

Dirk Feid
Hans-Werner Bormann
Andrea Maurer-Schlangen
Walter Nelhiebel
Eva Langner

Prozesse optimal gestalten mit processline & GBTEC.

In unserer Beratungstätigkeit als Change-Begleiter sind wir immer wieder auch mit der Gestaltung von Prozessen konfrontiert. Eins unserer Gedankenmodelle zur Organisation bezieht sich auf das Gleichgewicht der fünf Aspekte einer Organisation: Strategie, Organisation, Technik, Prozesse und Kultur. Häufig beginnen Veränderungen mit dem Wunsch nach eindeutiger Verantwortungsverteilung mit optimaler Zusammenarbeit in den operativen Abläufen.

Wir sind dann gefragt, gemäß einem vereinbarten Ziel für das Veränderungsvorhaben, die Prozesse gemeinsam mit den Prozessbeteiligten zu gestalten.

Nun ist Change ein iterativer Prozess und somit verändern sich auch die Prozesse innerhalb des Change-Prozesses immer wieder. Unser Ziel ist es dabei, Prozesse zu lebenden Objekten zu machen und diese auch nach dem Change-Vorhaben lebendig zu halten.

GBTEC als starker Partner

Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Kunden die Arbeit mit einem datenbankbasierten Prozessmanagement-Tool mit der Möglichkeit zur einfachen Prozessmodellierung sowie einer modernen Nutzerfreundlichkeit. Die Prozesse bilden hierbei das Herzstück und können über das Tool intuitiv dokumentiert, gesteuert und im Unternehmen verfügbar gemacht werden. Die früher üblichen Zeichentools haben längst ausgedient und können den Anforderungen an professionelles Prozessmanagement nicht mehr nachkommen.

Auch die digitalen Ansprüche sind in den letzten Jahren enorm gestiegen und so haben wir uns in 2021 erneut intensiv mit dem Markt beschäftigt und die vertretenen Tools untersucht. Unsere Wahl fiel mit eindeutiger Tendenz auf die BIC Plattform von der Firma GBTEC.

Vorteile für unsere Kunden

BIC bietet eine umfassende, modular aufgebaute Plattform für die Optimierung und Transformation operativer Unternehmensabläufe. Von der Prozessmodellierung & -analyse, über die Workflow gesteuerte Prozessausführung, -überwachung und -messung sind alle Aspekte prozessorientierten Arbeitens in der Transformation Suite vereint.

Wir sind froh, mit GBTEC einen Partner gefunden zu haben, der, wie die meisten unserer Kunden, aus dem Mittelstand kommt und eine marktführende Lösung zu einem erstklassigen Kosten-/Nutzenverhältnis bietet.

Selbstverständlich arbeiten wir auch mit anderen Tools, die der Kunde im Einsatz hat und prüfen in jedem Projekt, ob die BIC Plattform die optimale Lösung für unseren Kunden ist. Falls notwendig, suchen wir anhand der Anforderungen unseres Kunden auch unter den gängigen Lösungen nach einer anderen passenden Software. Wir können die BIC Plattform jedoch mit großer Zuversicht empfehlen.

Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf www.gbtec.com

Return on Investment – wo liegt der Mehrwert von professionellem Change Management?

Häufig wird Change Management in den Köpfen der Projektverantwortlichen immer noch als „nice to have“ verortet, also als etwas, das ja ganz nett ist, aber man sich eigentlich nicht leisten kann, beziehungsweise nicht leisten möchte. Dies gilt für die öffentliche Hand noch stärker als in der freien Wirtschaft.

Der signifikante Mehrwert einer professionellen Change-Beratung ist meist nur jenen Entscheidern wirklich bewusst, die bereits ein großes Veränderungsvorhaben mit der Hilfe von Change Management realisiert haben und es nicht nur aus der Theorie kennen. Im Vordergrund eines solchen Projekts stehen nämlich zunächst oftmals nur die offensichtlichen „harten“ Faktoren, wie Kosten für Soft- und Hardware oder Personalkosten.

Den größten Einfluss darauf, wie erfolgreich ein Veränderungsvorhaben tatsächlich ist, haben jedoch die weichen Faktoren. (Beispiel Flughafen BER: Es waren nicht die teuren Materialkosten, die zum Misserfolg des Projektes geführt haben, sondern schlechtes Management). Diese Faktoren werden meist nicht ausreichend berücksichtigt, kaum budgetiert und haben den größten variablen Spielraum, um Kosten in die Höhe zu treiben.

Die DIN SPEC „Organisationales Change Management in Beratungskontexten“ empfehlt gar, dass 27 % des Budgets für Maßnahmen des professionellen Change Managements eingesetzt werden sollten, um Veränderungsprojekte erfolgreich zu gestalten. Damit erreichen Sie eine optimale Planung, die Einhaltung des Zeitplanes, den richtigen Umgang mit Widerständen sowie die Minimierung von Konflikten. All das sind Faktoren, die den Projekterfolg und die Projektkosten stark beeinflussen können und die im Voraus selten genau bedacht werden.

Dies erfordert ein hohes Maß an Expertise und Erfahrung im Umgang mit großen Veränderungsvorhaben – eine Kompetenz, die in den meisten Organisationen fehlt. Denn Projektmanagement ist nicht gleich Change Management. Alle Aspekte des Unternehmens, Strategie, Technik, Abläufe, Organisation und Kultur müssen harmonisch miteinander in Einklang gebracht werden. Je besser und schneller das erfolgt, umso höher ist der Return on Investment (RoI) einer Maßnahme und desto mehr kann die Organisation von der Veränderung proftieren. Dies belegen zudem mehrere Studien (Mutaree GmbH, McKinsey, KPMG).

Auch wenn der genaue RoI sich durch die unterschiedlichen Unternehmensgrößen und Ausgangslagen schwer bemessen lässt, so zeichnen die Studien doch ein klares Bild zugunsten der Projekte, bei denen Change Management zum Einsatz kam. Einen Versuch der RoI Bestimmung hat beispielsweise McKinsey in einer Studie gemacht, in der die Change-Projekte von 40 Firmen analysiert wurden. Die Studie ergab einen RoI Wert von:

  • 143 Prozent bei hervorragendem Change Management (d. h. für jeden ausgegebenen Dollar verdiente das Unternehmen 43 Cent)
  • 35 Prozent bei mangelhaftem Change Management (d. h. für jeden ausgegebenen Dollar verlor das Unternehmen 65 Cent)

Der Mehrwert professioneller Change Beratung hat also unmittelbar positiven Einfluss auf den Return on Investment von Veränderungsvorhaben und sollte somit unbedingt berücksichtigt werden.

NEWSLINE 64: Mehr Effizienz durch Digitalisierung.

Bürokratie, lange Entscheidungswege sowie ineffziente Prozesse kosten Zeit, und Zeit ist bekanntlich Geld. Von diesen Problemen ist nicht nur die Wirtschaft, sondern insbesondere der öffentliche Sektor betroffen. Die Mühlen mahlen bekanntlich langsamer. Über Jahrzehnte gewachsene Strukturen sind komplex und Veränderungen werden nur schwerfällig in Gang gebracht. Das Zauberwort zur Lösung soll „Digitalisierung lauten“ und als vermeintliches Allheilmittel auf allen Ebenen Abhilfe schaffen.

So will es der Bund für die öffentlichen Institutionen und hat verschiedene Gesetze auf den Weg gebracht, die die Digitalisierung in Verwaltungen (OZG) und im Gesundheitswesen (KHZG) vorantreiben sollen. Doch Digitalisierung allein ist noch kein Zaubermittel. Denn technologischer Fortschritt bedeutet immer auch eine massive Veränderung für die gesamte Organisation.

Das Bewusstsein dafür ist in der freien Wirtschaft bereits stärker ausgeprägt, als das in den öffentlichen Institutionen der Fall ist. Denn Digitalisierungsvorhaben sollten immer auch als organisationale Veränderungsvorhaben angesehen werden, die eine entsprechende Kompetenz erfordern.

  • Wie der Wandel trotz der vielen Herausforderungen im öffentlichen Sektor erfolgreich gelingen kann, und was es zu beachten gilt, lesen Sie auf Seite 2 der NEWSLINE.
  • Außerdem in dieser Ausgabe: Return on Investment von Change Management – warum sich der Einsatz lohnt. Wir gehen der Frage nach, welche Faktoren berücksichtigt werden müssen, um den RoI zu berechnen, also die Messung der Rendite des Einsatzes von professionellem Change Management.
  • Wie das Bewusstsein für Change gesteigert werden kann, lesen Sie in unserem Artikel „Change lernen und leben“ (Seite 4), der die verschiedenen Weiterbildungsangebote unserer Schwestergesellschaft, der Change Akademie GmbH, vorstellt.

Hier können Sie die NEWSLINE-64 kostenfrei herunterladen (PDF Download).

Change Management Kompetenz für Ihr S/4HANA Projekt.

Die Einführung von SAP S/4HANA bedeutet einen Wandel für die gesamte Organisation. Es müssen neue Rollen und Verantwortlichkeiten eingeführt, den Beteiligten die Angst vor dem Neuen genommen, und Produktivitätsverluste minimiert werden.

Um einen reibungsfreien Start des neuen Systems zu ermöglichen, braucht es professionelle Change Management Kompetenz. Um genau diese Kompetenzen den Mitgliedern der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V.) zu vermitteln, hat sich unsere Schwestergesellschaft, die Change Akademie GmbH, mit der DSAG-Academy für eine starke Partnerschaft verbunden. Das Ziel: Der Aufbau von fundiertem Wissen im Change Management zur erfolgreichen Umsetzung von S/4HANA Transformationsprojekten.

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. ist einer der einflussreichsten Anwenderverbände der Welt. Mehr als 60.000 Mitglieder aus über 3.800 Unternehmen bilden ein starkes Netzwerk, das sich vom Mittelstand bis zum DAX-Konzern und über alle Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt.

Mit den Aktivitäten der DSAG-Academy unterstützt der Anwenderverband seine Mitgliedsunternehmen beim Aufbau und bei der Qualifizierung des SAP-Personals mit einem zukunftsfähigen Skill- und Mindset – auch über SAP-Fachwissen hinaus.

In dem gemeinsamen 6-teiligen Online-Seminar „Proaktiv verändern: Ihr S/4HANA-Transformationsprojekt mit Change-Management erfolgreich umsetzen“ kommt die gesamte Kompetenz der beiden Bildungsinstitute zusammen. Es erwarten Sie Impuls-Sessions, Diskussionsrunden, interaktive Übungen in Breakout-Sessions, Transfer-Sessions sowie ein Praxisvortrag von Vai Maria Bluma (Evonik Industries AG) und eine live Dokumentation der Key Learnings im virtuellen Whiteboard Mural.

Veranstaltungszeitraum ist der 06. bis 10.09.2021, jeweils von 08:30 bis 12:30 Uhr. Eine Anmeldung ist über das DSAGNet möglich. Sollten Sie kein Benutzerkonto für das DSAGNet besitzen, kann dieses hier unkompliziert beantragt werden. Alle weiterführenden Informationen zu den Seminarinhalten finden Sie auch auf der Website der Change Akademie!

NEWSLINE 61: Neue Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Ein außergewöhnliches Jahr geht zu Ende und ein wahrscheinlich ebenso besonderes Jahr steht vor der Tür. Wir haben schon einige Höhen und Tiefen, Veränderungen und Neuerungen als processline erlebt. Dieses Jahr toppt jedoch, wie wahrscheinlich bei Vielen, alles. Wir haben nie einen größeren Change erlebt und es war noch nie so unklar, wie sich die Zukunft entwickeln wird.

Im Zeichen der Veränderung steht daher auch die letzte Ausgabe der NEWSLINE des Jahres 2020. Wir blicken sehr ehrlich zurück auf dieses besondere Jahr und resümieren, welche einschneidenden Veränderungen es uns gebracht hat und wie wir damit umgegangen sind. Denn so hart es auch war, hat es dazu geführt, dass wir uns stark weiterentwickelt haben.

Wir haben:

/ unsere digitale Kompetenz massiv erweitert,
/ unser Portfolio und unsere Leistungen deutlich geschärft (mehr dazu auf Seite 2)
/ sowie in neuen Angeboten (mehr dazu auf Seite 3) unsere Erfahrung, unsere Kompetenz und unser Wissen in verschiedensten digitalen Formaten weitergegeben.

Dieses Jahr hat die processline einmal runderneuert und wir stehen unseren Kunden in neuer Klarheit und mit modernen Methoden und Leistungen in Veränderungsprozessen zur Seite. Wir blicken somit optimistisch in die Zukunft und hoffen, das gilt auch für Sie!

Dabei wollen wir jene nicht vergessen, die von der Krise ganz besonders getroffen wurden. Deshalb unterstützen wir mit unserer diesjährigen Weihnachtsspende die wichtige Arbeit Welthungerhilfe (mehr dazu auf Seite 4), die Menschen weltweit in ganz besonderen Notsituationen unterstützt.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre, besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr 2021. Bleiben Sie gesund!

Hier können Sie die NEWSLINE 61 kostenfrei herunterladen (PDF Download).

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